Tour Update N° 7: Fähre und Heimfahrt

Am Montag war es soweit: Wir traten die Heimreise an. Nachdem wir unser Hostel-Zimmer geräumt und uns für die Fahrt gestärkt hatten, fuhren wir los in Richtung Liepaja, von wo unsere Fähre nach Deutschland in See stechen sollte. Vor Ort angekommen picknickten wir, checkten ein und machten noch einen Grosseinkauf um nicht auf der erfahrungsgemäss überteuerten Fähre einen Hungertod zu sterben.

Begleitet vom lautstarken „September“ (Earth, Wind and Fire) aus unserer Soundanlage, fuhren wir die Schiffsrampe empor in den Bauch der Fähre und beschieden so den glamourösen Auftakt unserer Heimfahrt. Die nächsten 27h sollten wir an Bord sein, und so machten wir es uns in der Lounge gemütlich. Die Fähre überschaubarer Grösse bot den Gästen ein Restaurant, Gaming-Räume und einen Shop mit einem Haufen Ramsch-Produkten. Das Deck war der Rückzugsort, wenn einem die durchgehend laufenden Fernseher („My little Pony“-Filme wechselten sich mit „Fifty Shadesof Grey“ ab!?) in der Lounge zu viel wurden.

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht auf den Sesseln oder am Boden, schlugen wir uns die Zeit bis wir im Hafen von Travemünde einlaufen sollten mit lesen, Musik hören und Update-schreiben tot. (Hannes hat sogar eine Verschwörungstheorie aufgestellt bei der die Fährgesellschaft die Fahrzeit scheinbar kurzweiliger erscheinen lässt, indem sie ultra langsames Wifi anbietet, wodurch sich die Überfahrt nur nach „drei mal eine Website laden“ anfühlt.)

Als endlich der deutsche Hafen in Sicht kam, wurde das Schiff auf den letzten paar Meilen noch von einem kleinen Motorboot inklusive eines nackigen Wakeboarders accompaniert. Abends übernachteten wir dann auf einem Campingplatz in der Nähe des Hafens.

Am nächsten Morgen hiess es Abschied nehmen von Paula, die sich noch ein Paar Tage Berlin gönnt. Nachdem Paula schweren Herzens am Bahnhof abgeladen worden war, wurde ruckzuck eingekauft, getankt und gefrühstückt und dann gings ab on the roads of germany. Unsere zwei tapferen Autofahrer übertrafen sich gegenseitig in puncto Ausdauer unter der Hitze der deutschen Sonne, und trieben unser Büssli immer weiter der Schweiz entgegen, wo wir um 19:00 Uhr auch ankamen.

Zum Schluss bleibt uns nur noch zu sagen, dass der Road-Trip ein wahres Vergnügen war und möchten einen Toast auf  unser charmantes oranges Büssli aussprechen, welches uns so viele Kilometer transportiert hat und gute Dienste geleistet hat.

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