Tour Update N° 6: Riga

Wir verliessen Vilnius am Morgen und passierten bald einmal die Grenze zu Lettland. Landschaftlich hatte sich nichts gross verändert, nur die einsamen Bushäuschen hatten leicht die Form verändert. So fuhren wir weiter durch Kornfelder und Wälder, verspeisten bei Gelegenheit unseren Zmittag (Brot, Hummus, Avocado, wer hätte das gedacht) und tranken unsere letzte Ration Club Mate. Jaul! In Riga angekommen checkten wir erst einmal in unser Hostel ein, es war leicht schäbig aber dafür nahe des Zentrums. Am Nachmittag trafen wir uns nochmals mit Jonah und Mattia und tranken Eiskaffee, der eher ein Zuckerberg war, sowie Kwas, ein seltsames Kohlensäuregetränk mit Pumpernickelgeschmack. Währenddessen brachten Simon und Hannes unser Büssli in die nächste VW Garage - Es war während der letzten Zeit nämlich wieder vermehrt abgelegen... Sie mussten 2 h warten und sich mit Caramelsirup und auch Cookiesirup verköstigen, bis dann der Bericht kam: Oil pressure is very good! Die waren also auch nicht schlauer als wir und so beschlossen wir, einfach zu hoffen dass wir es noch bis in die Schweiz schaffen. Am Abend assen wir alle gemeinsam und verabschiedeten uns nach wilden Diskussionen über Harry Potter, den Butterprinz 29 und Gender Fluidity von Jonah und Mattia, die am nächsten Morgen nach Hause flogen. Wir taten dies nicht sondern statteten der Bibliothek Rigas einen Besuch ab, die sowohl Architektonisch als auch Volumentechnisch durchaus beeindruckend war. Nach einem Picknick im Park, das von lästigen Tauben und furchtlosen Spatzen begleitet war, teilten wir uns auf: Simon und Manu ins Museum, Meret und Paula zur Post, Dominik und Hannes ins Einkaufszentrum, wo sie einige wilde T-shirts erwarben.

Am Abend hatten wir das letzte Konzert unserer Tour! Und zwar im Folkklubs Ala Pagrabs, der nicht 12 sondern sagenhafte 28 Zapfhähnen sowie eine Trinkgeldglocke und Musician Discount (der von uns auch rege genutzt wurde) besass. Das Konzert war ein Spass, vor allem da wir einen Top Soundtechniker hatten, der mit unserer Instrumentierung bestens vertraut war. Auch das Publikum hatte Freude und so war es in der Tat ein gelungener Abschluss! Nicht zu vergessen war auch der liebenswerte DJ, der nach uns auflegte und für ein entzücktes Pärchen lettische Schlager laufen liess.

Am nächsten Morgen gab es einen ausgiebigen Chros und so machten wir uns erst gegen Mittag auf in Richtung Strand. Zuerst regnete es ein wenig aber dann begann die Sonne so richtig auf uns herabzubrönnen und wir mussten ins kühle Nass flüchten, das tatsächlich sehr kühl war.

Leicht angebrönnt und mit viel Sand im Gepäck verliessen wir nach einiger Zeit den Strand wieder um im Hostel (ganz nach Hannes' Gusto) gleich noch eine Runde Chros einzulegen. Am Abend dinierten die einen Sushi, während die anderen sich einen Ultimate Burger gönnten. Der Kellner (selber aktiver Pümp-Besucher und Biker) konnte fast nicht glauben, dass sie diese monströse Portion einfach so verdrückten, er selber sei mehrfach daran gescheitert. Als wir dann auch noch Dessert bestellten, war sein (und auch unser) Gaudi komplett. Bei einem Verdauungsspaziergang führte uns Meret in einen sehr hübschen Stadtteil, der nicht so touristisch war. Dort tranken wir noch ein Abschiedsgetränk und da wir alle schon recht müde waren, waren die Gespräche nicht mehr sehr hochstehend, vor allem Hannes und Manu amüsierten sich prächtig über irgendwelche unverständlichen Dinge.

Am Montag begann leider schon unsere Heimreise. Um dem Kilometerfressen teilweise zu entrinnen, hatten wir beschlossen, eine Fähre nach Deutschland zu nehmen. Und so zogen wir noch einmal furchtlos durch die Hitze bis nach Ljepaja, wo dann am Abend unser Schiff ablegen würde.

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