Tour Update N° 5: Vilnius

Am nächsten Tag düsten wir weiter über einen verlassenen Grenzposten und durch die Litauischen Wiesen und Wälder bis wir schliesslich Vilnius erreichten. Beim Aussteigen erblickten wir sogleich eine wild angezogene Lady, die einer Mischung aus Marionette und Hexe glich und die wir dann auch jeden Tag mindestens ein Mal sahen. Leicht verstörend. Unser Airbnb war dafür sehr leess, zentral gelegen und ganz in der Nähe unseres Auftrittortes, der Etmonu Spunka. 
Über Vilnius können wir berichten, dass dort  äusserst viele Botschaften, separate Velostreifen, schicke Leute und eine ausgeprägte Bierkultur vorhanden sind. Dafür liess der Eiskaffee zu wünschen übrig. 
Da unser Wissen über Litauen sich bisher in Grenzen gehalten hatte, beschlossen wir am nächsten Morgen, dem  Litauischen Nationalmuseum einen Besuch abzustatten. Hannes war der einzige, der das Unheil kommen  sah: Die Ausstellung entpuppte sich als Sammelsurium von irgendwelchem historischem Ramsch ohne Kontext. Wenigsten wissen wir jetzt, dass Napoleon immerhin 19 Tage in Vilnius residiert hat.
Zum Zmittag assen wir Georgische Katchapuri aka Butterklötze. Es war ein Gaudi und sehr lecker, allerdings waren unsere Mägen danach auch leicht klotzig. Deshalb waren wir beim Soundcheck dann alle eher müde, jedoch wurde unsere Stimmung von unserem liebenswerten Tontechniker namens Gleb (man sagt es so wie es geschrieben ist) aufgehellt. Kurz vor Konzertbeginn ereignete sich eine sehr unerwartete und überraschende Situation: Wir trauten unseren Augen kaum als zwei uns nur allzu bekannte Gestalten um die Ecke spaziert kamen.. Es waren tatsächlich Jonah und Mattia höchstpersönlich, die extra für unser Konzert nach Vilnius gekommen waren!! Ihr seid die grössten. 
Ebenfalls gross war unsere Konzertlocation. Für zukünftige Vilniusreisende können wir die Spunka nur empfehlen: 12 verschiedene Biere ab Zapfhahn (davon ein eigenes), exzellentes Essen und schmucker Hinterhof. Nach dem Konzert unterhielten wir uns mit Dominykas, der aussah wie 30 aber erst 20 war über litauische Politik, Mindestlöhne und sonstiges und lernten von ihm ein paar Worte litauischer Sprache, die wir aber sogleich wieder vergassen. 
Dann erhielten wir noch eine Anfrage vom Gleb, der nämlich eine Software geschrieben hat, die aus den Daten von Bildern und Text Musik macht. Wild! Und da unsere Eigenkompositionen ihn an diese Musik erinnert hatten, schlug er vor, wir sollen doch mal ein Bild spielen. Wir sind gespannt...

DSC_2872.JPG
photo_2018-07-27_15-30-35.jpg